Sicherlich freuen sich alle von euch schon tierisch auf das anstehende Weihnachtsfest! Lecker essen, gemütlich trinken, besinnlich feiern… Doch die wahre Party des Jahres steht ja erst noch an! In zehn Tagen startet das elfte Punk ik Pott. Nachdem im letzten Jahr eine Exillokalität in Berlin ausgesucht werden musste, ist es in diesem Jahr endlich wieder zurück in seiner Heimat, dem Ruhrpott. Genauer gesagt in den Oberhausener Turbinenhallen. Für mächtig Spaß ist garantiert. Nicht umsonst organisierte Alex Schwers so ruhmhafte Namen wie Knochenfabrik, die Kassierer, Eisenpimmel, Lokalmatador, Dritte Wahl, Betontod, Rantanplan und viele mehr, die allesamt auf dem weihnachtlich-grünen Flyer zu entdecken sind. Also kratz dein letztes Geld zusammen oder schnor die fehlenden Cents in den Einkaufspassagen deiner Stadt. Denn dieses Fest steigt nach dem Fest!
So, Fö gibt mir Nachmittags bescheid das die Ruhrpott-Punkrock-Jukebox-Nr.1 für lau im Intershop spielen. Sehr gut! Bierchen eingepackt und mit Basti inne UBahn richtung Bochum. Am Bahnhog treffen wa dann auf den Fö und begeben uns Richtung Freibeuter un Mexikaner zu trinken. Wat muss dat muss!
So kommen wir dann auch pünktlich zu beginn an. Bierchen is auch relativ schnell da. Schön! Old Styles Best machen ihrem Ruf alle Ehre und erfreuen jedes Herz mit Hits wie „Young until I die“ „Computerstaat“ und „Yankees raus“, am schluss erkenne ich sogar noch Razzia und die Toten Hosen. Ziemlich viel Deutschpunk, aber egal. Mit den Hives wird auch noch was mordernes geboten.
Alles in allem super Set! Applaus und nachhaus!
The Ulf 12/09
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Yeah, K.I.Z. in Dortmund. Beste Band in der bestens Stadt! Die Karte hängt natürlich schon artig 6 Wochen vorher am Kühlschrank. Bin halt ein verdammter Profi!
Vorher bei Hempe vorglühen und dabei die DVD abfeiern. Vorbereitung ist halt alles! Aufm Weg zu FZW noch kurz in Café Banane vorbei schauen. Noch ein Potts aufn Weg. Kiki treffen. Dann erstmal warten. Nach 5 Minuten haben wir aber keinen Bock mehr bei dem gewöhnlichen Pöbel in der Schlange zu stehen und stellen uns einfach direkt vorne an. Klappt sogar! Verdammte möchtegern Gangster! Heute für ein K.I.Z. Konzert auch verdammt viele Hip Hopper da. Naja, zumindest den ein oder anderen Irokesen sieht man aufblitzen. Asselfaktor ist halt wichtig. Auch für so einen Band wie K.I.Z.. Drinnen erstmal Bierchen holen und Hille mobben.
Tony D fängt an. Wo sind die Gegner? Die Securtity ist heute besonders aufmerksam. Einmal an der Zigarette gezogen, schon wird man in den Biergarten geschickt. Von Bierbänken und na freundlichen Kellnerin ist abe rnix zusehen. Was ne verarsche!
Nach na kurzen Pause mit Film geht es auch direkt los. „Selbstjustiz“! Komischerweise ohne Richterperücken. Naja, was soll ich erzählen? Immer dasselbe. Viele, fast schon zu viele, Lieder vom neuen Album. Dafür falles irgendwann Geldscheine vond er Decke. Ich denke bei „Geld essen“ war das. Ich fang sogar einen weil ich dachte das soll ein Ausgleich für die mittlerweile fast unverschämten Eintrittspreise sein. War aber leider Falschgeld, habe ich dann dirket an die Kripo weiter gegeben. Ganz groß war dann „Hurensohn“ auf der Musik von „Hard Knocked Life“. Wegen sowas bin ich hier! War aber leider auch das einzige richtige Highlight. Am Schluss nochmal „Neuruppin“, leider ohne Akustik Gitarre.
Danach noch lurz inne Tankstelle und ab nach Hause.
The Ulf 11/09
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Ah, endlich mal wieder Pascow Live!
Vorher muss ich noch kurz nach Bochum ein paar Zeilen für die neue Besudelt mit Stuhl Platte einsingen. Dazu ein bisschen Bier und Strohrum, so treffe ich dann gut angeheitert auf Fö, Kiki und Sandra. Die lange Fahrt vertreiben wir uns damit Bier zutrinken und das ganze Abteil mit unseren Philosophien über Gott und die Welt. Dabei stellen wir interessante Verbindungen fest. Zum Beispiel den Zusammenhang zwischen Piloten und Flanellhemden.
Naja, irgendwan kommen wir dann auch an. Netter Laden, nur bisschen links. Überall Plakate und Poster, und Altbier. Würg.
Ne Vorband gibt es auch. NiveaulosGut hießen die glaub ich. Waren aber weder Niveaulos noch Gut, sonder einfach nur Scheiße!
Nach ein paar Bier kommen dann auch Pascow. Yeah! Von 0 auf 100. Besser geht es nicht. Der ganze Saal tobt. Spielen natürlich nur Hits. Geht ja auch nicht anders. Ich glaub ein neues Lied hatten sie auch dabei. Leider ist das Konzert nur viel zu schnell vorbei. Gibt wohl irgendeinen Nachbarn der was dagegen hat wenn Leute sich Taxen rufen. Dabei sind wir doch extra mit der Bahn angereist. Das soll jez noch einer verstehen.
Naja, gibt aber wichtigere Dinge. Zum Beispiel saufen. Das mache ich dann auch mit Gesa im Pitcher. Whiskey Cola 5,50 Euro. Oha. Dann doch lieber zur WG der Veranstalterin. Mit knapp 50 anderen leuten und 15 Kisten Bier. Super! Wicküler! Ich krall mir aber lieber ne Flasche Rum. Hannah ist auch da. Schon ewig nciht mehr gesehen. Irgendwann wache ich dann im Zug auf. Ganz alleine! In Hamm!
Na dann gute Nacht!
The Ulf 10/09
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Story:
Dr. Bert, ein weltberühmter Chef einer Klinik für Geschlechtsumwandlungen, reist zusammen mit seinem Freund und Kollegen Doktor Okamoto nach Helgoland, um sich dort den Schatten seines verkorksten Lebens zu stellen.
Kritik:
Einfach nur geil! Ich hätte nie gedacht das ein Film gut sein kann obwohl Bild und Ton überhaupt garnicht zusammen passen.
Wer den Film nicht gesehen hat ist selber schuld!
Bald zu bestellen auf www.sonderfilm.de
„Es wir mal wieder Zeit für einen Krieg in diesem Land“
(Dr. Bert, aka Bert Pitt 2009)
The Ulf 10/09
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Scheiß Arbeit! Wird mal wieder Zeit für ein Konzert!
In Dortmund is heute erstes Konzert von Vs. Rome. Mit Videoclip Premiere. Oha! Da haben aber welche aufgefahren.
Paar Bier vom Kisok, dann treffen auch Fö, Chrissi und Katja (oder Kathrin? oder Katharina? jedenfalls irgendwat mit K.!) ein.
Scheiße ist das voll hier. Videoclip spar ich mir. Läuft auch hinterher die ganze Zeit wärend des Konzertes. Irgendson Emozeugs mit Klebeband auf dem Mund und überall und alle kucken ganz traurig. Nicht mein Fall! Das Konzert ist so naja. Für Emo ganz ok. Auch wenn es sich Alternativ nennt. Wieso gibt eigendlich keine Emoband zu das sie Emo machen und nennen das immer anders. Kein Selbstvertrauen? Angst vor Mobbing? Phil verstehste den Witz? Anders!
Naja, einmal gesehen. Ganz nett, aber sonst auch nix.
Noch nen paar Bier und nen Magarita, dann geht es ab nach Hause.
The Ulf 10/09
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Tja, das kommt davon wenn man nur Arbeitslose und Studenten im Freundeskreis hat. Alle lungern auf irgendwelchen scheiß Festivals rum weil sie noch immer nicht beriffen haben das man auch zuhause super saufen kann. Heut sauf ich aber auch nit zuhaus, sonder fahre nach Oberhausen. Denn da spielen Mofa! Pflichttermin!
Irgendwann gegen 16h mach ich mich auf den Weg. 3-4 Wegbier, dann ist die Bahnfahrt auch erträglicher. Den Einlass haben sie dieses Jahr irgendwie anderes gebaut. Früher konnt man diekt an der Brücke in den Park rein, heute muss man einmal komplett rumlaufen. Sone Scheiße! Ich will Konzert kucken und keinen Marathon laufen!
Als ich ankommen spielt auch schon eine Band. Sixxxten auch Hambrug, was sie merhmals erwähnen. Ich hol mir aber besser erstmal ein Bier. 0,4l für 3 Euro, akzeptabel! Band spielt ansich coolen Rock´nRoll. Geile Solos! Nicht viel zu beklagen. Auch an den ehr unpassenden Deutschen Gesang gewöhnt man sich recht schnell. Der Sänger erzählt in jeder Ansage mehrmals das er aus St. Pauli kommt. Ich denk zwar ncith das man mit sowas rumerzählen sollte. Aber muss er ja wissen. Ich würds lieber für mich behalten wenn cih daher käme. Auch ein paar lustige Geschichten aht er auf Lager, zum Beispiel von ein Paar Kinder die anstatt Fussballbildchen Pornohefte an einem Rastplatz getauscht haben. Soweiso sehr redefreudig die Band. Gefällt mir! Ne Platte würd ich mir aber trotzdem nicht kaufen. Sehr störend war auch das der Gitarrist andauernd mit so eienr Art Keyboard Geräusche gemacht hat. Braucht keine Sau! Scheiß neuer Elektro Trend! Sterbt doch bitte alle!
Nach einer kurzen Úmbaupause kommen Mofa auf Bühne! Ganz großes Tennis aus Köln! Heute mit zur Bühne passenden riesigen Banner und natürlich wie immer in ihren sexy Tennistrikots. Waren wohl auch alle im Urlaub, denn sie präsentieren dem Publikum ihre Bräune. Spielen natürlcih alle ihre Hits. Vielleicht sollte ich mir mal ne Platte von dn Jungs zulegen, dann wüsste ich auch wie die Songs heißen. Immerhin kann ich schon ein paar mit singen. Von einem weiß ich sogar den Namen „Im Gras“. Hit! Wie alle Songs!
Also Konzeret besuchen und Platte kaufen!
Ich verkneife mir die Sondaschule und gehe noch ins Prater.
Prost!
The Ulf 08/09
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„Dein Hund kann den Hitlergruß, was kannst du?“ – Die Message des neuen Albums ist klar. Sexismus gegen Rechts erfährt bereits vor der Veröffentlichung hohe Erwartungen und – so viel kann hier schon gesagt werden – sie werden im ersten Moment nicht erfüllt. Zwar gibt es die gewohnten K.I.Z. Seitenhiebe a la „Ich sitze im Kettenkarussel und fange ein Drive-By an.“ und „Deine Frau hat keinen Führerschein, aber trotzdem nen Lappen.“, doch ist dieses Album ganz anders als das letzte. So sind die meisten Songs in einem Mid-Tempo gehalten oder sie verweilen sogar richtig langsam. Nur wenige Lieder sind in höherer Geschwindigkeit eingespielt. Nachdem ich mich jedoch reingehört hab und nun bei meiner fünften oder sechsten Runde sitze, gefallen mir die Songs und das ganze Album immer besser. Hits sind definitv die Single Einritt und die Songs Lass die Sau raus, Klopapier und Halbstark. Vermutlich werden die auch diejenigen, die im Endeffekt veröffentlicht werden. Textlich am amüsantesten dürfte für viele der Straight Outta Kärnten und Ringelpiez mit Anscheißen sein. Ersterer beschäftigt sich mit dem im letzten Jahr verstorbenen österreichischen Rechtspopulisten Jörg Haider und zweiterer mit den Schwierigkeiten, die bei der Kombination von Sex und Kacke so auftauchen können. Hervorzuheben ist das Halbstark2, welches einen wunderbaren Surf-Groove hat und einen gedanklich direkt auf die Kirmes am Meer bringt. Interessant ist auch der Song Das System mit Sido, in dem sich alle vier Rapper darüber beschweren, wie klein ihre Penisse sind sowie der Opener Rohmilchkäse, in dem Maxim als Franzose über die barbarischen Deutschen ablästert. Dennoch hätte im Vergleich zu den anderen Alben ein aggressiver Eröffnungssong der Platte gut getan. So dauert es eine Weile, bis endlich Fahrt in die Sache kommt.
Insgesamt ist das Album für Fans ein Muss, aber ob damit auch neue Menschen begeistert werden bleibt fraglich. Die Single Einritt reiht sich zwar nahtlos in das Vorgängeralbum ein, doch die anderen Songs gehen in eine völlig neue Richtung. Vermutlich ist das aber genau das Reizvolle, was diese Band ausmacht. Sie gehen einfach mal den indirekten Weg und machen etwas völlig anderes, als weiter im gleichen Fahrwasser zu bleiben. Inzwischen finde ich das Album ja ziemlich gut…
Wertung: 




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Seit letztem Freitag ist das lang erwartete neue Studio Album von K.I.Z. veröffentlicht endlich käuflich zu erwerben. So gab es in den letzten langen Monaten zwar immer wieder Neues von den Kannibalen in Zivil bei youtube zu hören, so zum Beispiel der Track Straße, in dem erst einmal geklärt wird, dass die Klosterschüler im Zölibat einfach zu viel zu tun haben, um vorher neue Songs aufnehmen zu können. Oder das vor nur wenigen Wochen angekündigte Einritt, welches gleich mit komplettem großarttigen Video auftrumpft. Doch nun gibt es wie gesagt die Langspielplatte und aus diesem Grund lassen es sich die Kriegsverbrecher in Zwangsjacken nicht nehmen, eine große Promotour zu starten und mit m Kofferraum voller Platten durch ganz Deutschland zu cruisen, um die an kaufkräftige Teenager abzustoßen.
Einer ihrer Stopps ist tatsächlich die Stadt des Westfälischen Friedens, Osnabrück. Anscheinend doch mehr Weltstadt als man sofort vermuten würde, stehen also knapp 50 Leute um 19.00 Uhr vor dem angekündigten Verkaufsort. Doch die Band lässt auf sich warten. Über Twitter erfahren wir schließlich, dass einmal Gonzo von der Polizei festgehalten wurde und zum anderen, dass die Band anscheinend „etwas“ später kommen wird. Dies bedeutet im Klartext 21.30 Uhr. Egal. Ich hab in der Zwischenzeit zwei Weizen organisiert und erst kurz vor der Ankunft sind diese endgültig aufgetrunken. Angeführt vom Tourmanager in einem schnieken Diplomaten-Benz mit einer eingeschmissenen Windschutzscheibe auf der Fahrerseite, welche notdürftig mit Klebeband versiegelt wurde und eigentlich gar keine Sicht mehr auf die Straße bietet, kommt direkt mehr Ghetto-Stimmung bei den Kids auf. Als dann tatsächlich die Stars aus dem Fernsehen auftauchen, gibt es wortwörtliche Jubelschreie. Die ausgeteilten Aufkleber werden sofort zweckentfremdet für die Jagd auf Unterschriften. Ich selbst kaufe mir das neue Album als ultraschicken Vinyl-Langspielplatte und beobachte amüsiert, wie entnervt die Bandmitglieder das x-te Foto des Tages mit irgendwelchen Minderjährigen machen dürfen. Abwechslung bieten da nur die vielen Mädels, die sich gerne auf ihren Brüsten unterschreiben lassen…
Leider fällt die geplante Performance aus, da keiner Lust hat, die Anlage aufzubauen. Und das, obwohl Osnabrück die erste Stadt ohne Polizeipräsenz ist. Schade, so n paar der neuen Songs bieten doch Unterhaltungswert. Doch die Kritik folgt erst später!
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Münster. Scheiß Studentenstadt. Überall Fahrräder. Gut, ich kann mich assimilieren. Aber trotzdem mag ich die Stadt immer noch nicht. Nichtsdestotrotz werde ich überredet, dem diesjährigen Vainstream beizuwohnen und folge den Rufen vermeintlich freiwillig. Also morgens ab dahin, dann den Gastgeber des Wochenendes für meine Anwesenheit beglückwünschen, Bier trinken und mit dem Bus zum Haverkamp. Hier soll es nämlich dieses Wochenende über sehr wild zugehen.
Glücklicherweise sind wir tatsächlich zeitlgleich mit der ersten Band vor Ort und die will ich noch nicht einmal sehen. Also wird aus dem eigens parat gestellten Auto Bier geholt und Schnaps getrunken. Und schon steht man bei Bring me the Horizon. Nun gut, ein paar Minuten darf man noch beim Einlass Schlange stehen, weil auch wirklich jeder durchsucht werden sollte. Mein Betrunken im Klappstuhl Muskelshört ist schon jetzt viel zu viel Stoff auf meinem Körper. Also laufe ich von nun ab Bierbauch präsentierend über das Gelände… Die Band ist ganz ok. Kommen mir nur extrem jung vor. Aber so ist das im Business. Früh übts sich. Nach einem kurzen Blick auf die Bouncing Souls stehen die Lokalmatadoren von Muff Potter auf der Bühne und betonen, dass sie die Stadt so geil finden und sie selber auch geil wären. Nunja. Immerhin ganz nett, da das letzte Intermezzo mit denen bestimmt zwei Jahre her sein muss und die früher ja mal gut waren. Aber die alten Hits werden konsequent nicht gespielt. Schade.
Kurz darauf gibt es die erste Prügelattacke bei Walls of Jericho. Die zutatowierte Sängerin heizt mächtig an, was aufgrund der Temperaturen ja nicht mehr allzu kompliziert sein dürfte. Dennoch ist das ne geile Show und kann auf jeden Fall zu den besseren gezählt werden. Zwischendurch treffe ich alte Bekannte: Fö und Mariella sind auch hier. Weitere Treffen scheitern aber am zunehmenden Alkoholpegel. Schließlich ist noch Bier im Kofferraum. Und hier ist auch schon die Überleitung. Bei der letzten Tour waren sie noch mit den unglaublich guten Toten Crackhuren im Kofferraum unterwegs und nun stehen sie beim Vainstream – dem Metal und Hardcore Festival schlechthin – auf der Hauptbühne. Auch wenn sich die Bühnen nicht viel nehmen, reißen K.I.Z. sofort das Publikum in ihren Bann. „Wer von euch ist hier wegen Hip Hop?“ Die Meute tobt. Dadurch, dass das Set bei allen Bands bis auf die Headliner auf 40 Minuten begrenzt ist werden auch ausschließlich die großen Hits gespielt, wodurch sogar die Anwesenden Textsicherheit demonstrieren. Highlights sind die Wall of Love, in der alle tatsächlich aufeinander zulaufen und sich umarmen, die Stagedive Aktion von Nico, der einige Meter weit über den Graben in die Menge hüpft, und die Frage, wer denn alles am heutigen Tage bereits einen Rothaarigen verbrannt hätte. Großartig! Ich vermute, dass bei keiner anderen Band so viel Stimmung und so viel Gesang aus dem Publikum zu vernehmen war. K.I.Z. vereinen ganze Völker…
Nach diesen Impressionen verpasse ich erst einmal Dillinger Escape Plan um am Jack Daniels Stand wieder zu Kräften zu kommen. Zugegeben, die Preise sind auch hier nicht unbedingt moderat. Aber bei dem Wetter trink ich irgendwie lieber nen schönen Whiskey. Das hat Niveau. Von ganz weit hinten kann ich mich dann noch für Ignite begeistern. Was genau bei denen passiert ist, weiß ich allerdings nicht mehr so genau. Der Whiskey zeigt doch Wirkung. Ähnliches kann ich zu The Gaslight Anthem und Suicidal Tendencies sagen. Immerhin weiß ich noch, dass der Sänger der letzteren Band n schickes Kopfband getragen hat und ziemlich korpulent war. Vermutlich wurde dadurch seine Stimme umso mehr geprägt. Aber kurz darauf kommt ja auch schon das Highlight. Nachdem ich Gogol Bordello mal einfach links liegen gelassen habe, weil ich mit diesem Gypsi-Punk-irgendwas-Gemisch nicht viel anzufangen weiß, steh ich einfach mal in der wartenden Menge vor der Bühne, die gleich von Hatebreed geentert werden soll. Und die legen richtig los. Der Funke springt sofort in die Menge über. Der erste Circle Pit startet sofort durch und besonders begeistert bin ich von den Violent Dancern. Schöne Tritte auf Kopfhöhe und die treffen sich trotzdem alle nicht. Sieht also ein bisschen aus wie Trocken-Kickboxen. Aber auch beim Zusehen hab ich schon ziemlich viel Spaß. Letzter Song vor der Zugabe ist „Destroy Everything“. Das danach noch die Stände standen kann nur an den vielen Securities gelegen haben, die auch aufpassten, dass nicht allzu ausschweifend gefeiert wird.
Die Zugabe gönn ich mir vom altbekannten Jack Daniels Stand. Danach treffe ich meine Begleitungen wieder, wir begrüßen noch ein paar Leute in ausländischen Sprachen und gehen in die Sputnik Halle, in der die After-Show-Party stattfinden soll. Hier ist es so voll, dass es nur im Gänsemarsch vorwärts geht. Inmitten der Menge entdecke ich Kiki. Der hatte keine Lust Eintritt fürs Festival zu zahlen und besucht so einfach nur die Party danach. Es treten auch noch fünf oder sechs Bands auf. Doch von denen bekomm ich nichts mit, weil mir die Menge einfach unangenehm auffällt. Dafür beobachten wir im Biergarten an unserem Tisch einen Typen, der dort eingeschlafen ist. Kurze Zeit später kotzt er vor sich her und legt danach seinen Kopf in sein Erbrochenes. Mein Anfeuern wird von vielen Umstehenden nur mit Unverständnis aufgenommen. Deshalb gehen wir dann auch gegen 1:30 Uhr. Mit m Bus zur Butze. Und Langeweile! Toll. Was machen wir? Hier in der Straße ist doch irgendwo eine WG-Party. Ja, richtig. Auf dahin! Nur knapp 200 m weiter befindet sich ein Hochhaus. Aus der Eingangstür kommen gerade sowieso irgendwelche Leute und wir gehen zu sechst oder siebt hoch in den dritten Stock und stehen vor der Tür, aus der die Musik kommt. Direkt über dem Lichtschalter hängt unsere Eintrittskarte: „Liebe Nachbarn, wir machen heute eine WG-Party. Es könnte also etwas lauter werden. Wer Lust hat, kann auch gerne vorbeischauen.“ Ab sofort sind wir die Nachbarn von oben. Ich klingel, frag nach der Wohnungseigentümerin und werde umgehend hereingebeten. Guter Abend, gute Entscheidung. Drei Bier hab ich noch mit, aber in der Küche steht noch Vodka. Läuft. Also mach ich mich beliebt, indem ich fremden Vodka bei allen Anwesenden verteile. Zwischendurch verhaspeln wir uns oft in unseren Geschichten, wo wir denn nun her kommen und wen wir alles kennen. Auch gut ist folgende Begebenheit in der Küche:
Ich: Oh, ist das Ananas?
Sie: Nein, das ist eine Honigmelone.
Ich: Gut, weil gegen Ananas bin ich allergisch.
Ich nehm also n Stück und beiß genüsslich rein. Das Mädel reißt die Augen weit auf und schreit mich an, ich solle das wieder ausspucken, da es doch Ananas wäre. Ich entgegne, dass sie doch meinte es wäre Honigmelone und beiß nochmal rein. Schock pur. Aber irrewitzig. Irgendwann erzählt mir eine andere, dass sie mich noch nie im Haus gesehen hätte. Ich meine nur: „Ich dich auch nicht.“ Sache erledigt. Zum Abschied wage ich zu hoffen, dass wir uns ja vielleicht nochmal im Hausflur treffen werden. Lustiger Abend. Dann ein Schnitt. Ich wache in der Küche auf meiner Isomatte auf.
Es ist Samstag morgen. In weiser Vorraussicht haben wir gestern noch zwei Kühltaschen voll Bier mitgenommen, um die Dosen über Nacht im Kühlschrank kaltzustellen und am heutigen Tag während des Festivals auch kältere Getränke haben. Soweit der Plan. Doch nach zwei Stunden sind alle Bier aufgetrunken, wir auf nüchternem Magen angetrunken und es ist Zeit aufzubrechen. Also auf dem Weg zum Bus im Supermarkt Nachschub organisiert und die letzten Reihen der Öffentlichen Verkehrsmittel besetzen. Irgendwann geht die letzte Tür nicht zu, weil ein Defekt aufgetreten ist. Ein Typ in der allerletzten Reihe checkt das anscheinend nicht und pöbelt uns an, dass, sobald wir das nochmal machen, wir ihn kennen lernen würden: „Ich war 16 Jahre im Knast und hab kein Problem damit dort wieder hinzugehen!“ Am Hauptbahnhof gönnen wir uns was zu essen und kommen so rechtzeitig zu Sonic Syndicate am Haverkamp an. Den kompletten Morgen haben wir sinnvoll mit Bier- und Schnapstrinken verbracht. Die jetzt spielende Band zockt ordentlich ihr Set runter und stimmt einen wunderbar auf den vorliegenden Tag ein. Besonderes Highlight: Die Band hat ne ziemlich gut aussehende Bassistin. Vielleicht nicht so gut wie die Sängerin der Sounds, aber immer noch im einstelligen Bierskala-Bereich. Obwohl ich schon mehr getrunken hatte. Vermutlich also doch im zweistelligen. Außerdem geben sich hier gleich zwei Shouter symbolisch die Klinke in die Hand. Wobei einer anscheinend mehr für die gesanglichen und der anderen für die Schreiparts zuständig zu sein scheinen.
Kurz darauf befinde ich mich wieder am Jack Daniels Stand. Lecker. Da mein Alkoholpegel es bereits zulässt, fang ich an, die ganzen Gimmecks der umliegenden Stände abzuholen. Da wären Blättchen von Gizeh, Feuerzeuge von Maloboro, Mützen von Jack Daniels und nicht zu vergessen der Schreitest beim Fisherman’s Friend Stand. Hier kann ausgetestet werden, wie laut ein einzelner in der Lage ist zu schreien. Ich schaffe 117 db. Der Rekord soll bei 129 eingependelt worden sein. Mist!
Durch diesen Spaß verpasse ich erneut zwei Bands mir bewusst anzusehen und stehe erst wieder bei Dark Tranquillity vor der Bühne. Hier singt angeblich der alte Sänger von In Flames und der alte Sänger dieser Band singt wiederum bei In Flames. Quasi ein Tausch der Frontmänner. Der Sänger hat zudem rote Haare. Spricht für sich. Einige um mich herum sind begeistert, ich eher gelangweilt. Die nun folgenden Terror hab ich gar nicht mehr auf m Plan. Inzwischen waren die Intervalle, in denen ich den Whiskey Stand besucht habe, kürzer.
Aber zu Heaven Shall Burn steh ich wieder weit vorne. Der ohrenquälende Ossi-Akzent kommt zum Glück nicht so oft zur Geltung, dafür mehr Songs. Großartiger moderner Metal mit teils politischen Statements, die zum Glück unverständlich herausgeschrien werden. Dennoch kommt die Message an. Geile Scheiße. Und direkt danach ertönen Parkway Drive. Sofort bildet sich ein riesiger Circle Pit, der zwar nicht die Dimensionen des Wacken erreicht, aber für diesen kleinen Platz schon enorme Ausmaße erreicht. Inmitten stehen einige Widerständler, die ununterbrochen umkreist werden. Die Australier geben ein ordentliches Tempo vor und haben das Publikum sicher in der Hand. Schöne Show und nur wenige Blessuren. Da ich tatsächlich inmitten dieser Meute an Kreisenden verweilte, entscheide ich mich dafür, wieder mal meinen Standardplatz am Jack Daniels Stand einzunehmen. Von weiter hinten bekomm ich dann noch die Performance von Dimmu Borgir mit. Schöner Death Metal mit bleich geschminkten Musikern, die seit langem einen Fels in der Metalcommunity darstellt. Hier, wie auch gestern bei Hatebreed, gibt es sogar Pyroeffekte und Feuerwerkkörper werden auf der Bühne gezündet. Schöner Nebeneffekt. Doch nach gut einer Stunde ist es auch damit vorbei. Also such ich mal die anderen.
Heute gibt es zwar auch eine Aftershowparty, aber zugegebenerweise bin ich sehr betrunken und wir entscheiden uns dafür, lieber woanders einzukehren. Also erst zu so einer Rockkneipe, da ein weiteres Weizen. Dann auf der Straße die Wohnungen ausmachen, in denen noch Licht brennt und anklingeln. Mein Kumpel ist so sehr im Element, dass er immer noch die Klingel gedrückt hält, als der wutentbrannte Wohnungseigentümer schon vor uns auf der Straße steht.
Er: Was wollt ihr?
Ich: Wir wollen zu Busch.
Er (zornig): Ich bin Busch!
Ich (lallend): Dann wollen wir zu deiner Party.
Er (richtig böse): Nein, wollt ihr nicht!
Ich: ok.
Danach gehts doch noch nach Hause. Zwar bekomm ich noch beim Hamburger Point einen phantastischen Chickenburger und die Jungs unterhalten sich über die erotischen Komponenten beim Frauenboxen. Doch mit einer Fahne, halb geöffneten Augen und lallenden Worten kann man leider keine Mädels rumkriegen. Somit müssen sie enttäuscht aufgeben und wir schlafen bis zum nächsten Morgen. Mittags verpassen wir dank dem unpünktlichen Bus unseren Zug und eine Stunde später sitze ich neben einer Alkoholleiche, die vermeintlich jede Minute anfangen muss zu kotzen… Die Jugend von heute. Nichts vertägt die mehr!
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