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Ankündigung: Back to Future 2010

Auch in diesem Jahr findet wieder das Back to Future Festival 2010 statt. Zurück an der alten Location in Glaubnitz ein nettes kleines Festival mit Hammer Line Up, das wir jedem nur ans Herz legen können.

Punk im Pott 2009

Zurück in der Heimat. Auch für mich ist es das erste mal seit langer Zeit, dass ich wieder einen Schritt in mein geliebtes Ruhrgebiet setze. Und genauso ergeht es dem Punk im Pott, dass nach seiner Flucht ins Exil im vorigen Jahr nun doch wieder die Oberhausener Turbinenhallen bewohnen darf. Allerdings wurden hierfür auch die städtischen Auflagen erhöht und ein komplett neues Eingangskonzept entwickelt – das gefällt. Anstatt sich wie bekloppt vor dem Eingang zu quetschen wird dieses Jahr zunächst die Bändchenausgabe außerhalb der Halle vollzogen wird und der Eingang bereits vor den Treppen hinauf zu der eigentlichen Halle positioniert.

Die erste Enttäuschung erwartet einen dann aber auch schon direkt am Sonntag, dem ersten Tag des Festivals: Eisenpimmel haben aus Krankheitsgründen absagen müssen. Aber Organisationstalent und Veranstalter Alex hat einen ebenbürtigen Ersatz aufgetrieben. Contra D spielen ihr zweites Konzert in angeblich zwölf Jahren und präsentieren sich selbst als die Lieblingsband von zuvor genannten Eisenpimmel. Der große Hit „Sex mit Kommissar Rex“ wird von allen 30 Zuschauern frenetisch mitgegröhlt. Die folgenden Musikgruppen erwecken nur ein sekundäres Interesse und  bleiben deshalb eher irrelevant und nicht erwähnenswert bis auf die glorreichen Parasiten. Diese spielen in 2010 leider ihr Abschiedskonzert, geben aber auch hier alles, reißen das anwesende Publikum mit und haben sogar ihren eigenen Hansa-Pils-Schrein vor dem Schlagzeug postiert. Das ganze wird allerdings noch dadurch getoppt, dass die weiblichen Bandmitglieder in sexy Schulmädchenoutfits auftreten. Alle Klischees erfüllt. Großartig.

Die Halle füllt sich allmählich und Die Skeptiker reißen die anwesenden Irokesen mit einem Cover von Frauenarzt und Manny Marcs „Das geht ab“ mit. Die Halle brodelt also richtig bevor der erste echte Headliner des Abends die Bühne betritt: Die Lokalmatadore aus Mühlheim Ruhr. Professionell und routiniert liefern sie alle Hits, die eine lautstarke Gruppe an textsicheren Fans im Publikum mitsingt. Ähnliches wird bei Rantanplan geboten, die ebenfalls routiniert aber deutlich besser als noch vor einigen Jahren besonders dadurch auffallen, dass sie weiterhin verstärkt auf alte Songs zurückgreifen, die auch beim Publikum besser anzukommen erscheinen.

Direkt danach bereitet sich die Halle auf alles vor. Grund sind die Kassierer, die nun die Bühne entern und die gewohnte Show liefern. Alle Hits zum mitsingen, Wölfi nackt und Finger in Po…? Nein! Für dieses Fest ist ein neuer Trick ausgetüftelt worden. Und zwar darf der umtriebene Schlagzeuger Volker Kampfgarten dieses mal seinen Gitarre spielenden Kollegen Niko in den Mund kacken. Diese Aktion scheint so revolutionär zu sein, dass die Schlabberpunker in enthusiastischen Jubel ausbrechen. Immerhin war es mal ein neuer Move.

Auf dem Rückweg ist die Begeisterung immer noch groß, aber der Alkoholpegel lässt zu wünschen übrig. Es fehlt eindeutig ein Cocktailstand in und auf diesem Festival. Aus diesem Grund verzögert sich auch unsere Ankunft am nächsten Tag, da wir noch Schnaps vortrinken mussten. Immerhin sind wir pünktlich dort, um zu Betontods letzten Songs zu schunkeln und alte Freunde und Bekannte zu begrüßen. Einziges Manko: wir haben den Rest verpasst. Aber, wie jeder weiß, kommen die wirklich guten Bands sowieso erst zum Schluss und die Stimmung unter den Anwesenden steigt auch erst mit dem gleichzeitig empor schellenden Alkoholpegel. Somit haben wir nicht wirklich viel verpasst und rüsten uns mit Bier aus, um der nächsten Band würdig entgegen zu treten. Denn Knochenfabrik spielen ihr x-tes Abschiedskonzert und können dieses mal sogar alle Texte. Bemerkenswert ist, dass Claus die gleichen Witze macht, wie bereits ein Jahr zuvor und niemand scheint sich persönlich beleidigt zu fühlen. Vielleicht haben wirklich alle solidarisch in ihrer eigenen Kotze geschlafen.

Nächste Band: Dritte Wahl. Eigentlich kann man zu denen nichts mehr schreiben, was nicht schon irgendwer vor einem gesagt hat. Die Band spielt außerordentlich gut, ist tierisch alt und hat es immer noch drauf, die Masse mitzureißen. Ein Urgestein, dass seinen Platz bei den Größen der Szene hart aber verdient erkämpft hat.

Zu guter Letzt entert die Amsterdamer Reggaeband Jaya the Cat die Bühne und liefert einen unglaublichen Auftritt ab, selbst wenn man selbst kein großer Anhänger dieser Musik ist. Aber der Zeitpunkt und das unglaubliche Performance Talent der Gruppe reißt jeden in seinen Bann, so dass kurze Zeit später in der inzwischen wieder schnell leer gewordenen Halle alle noch dort Verbliebenen in irgendeiner Art und Weise sich am Bewegen sind. Es herrscht beinahe eine Art Besinnlichkeit die so kurz nach dem Fest für allgemeine Erheiterung sorgt.

Zusammenfassend lässt sich zu dem Festival sagen, dass es organisatorisch auf allerhöchsten Niveau durchgeführt wurde. So reibungslos hat vermutlich noch nie alles geklappt. Einzige Mankos sind dahingehend auch nur Kleinigkeiten: der fehlende (erwähnte) Cocktailstand für den ein oder anderen Kurzen und die Dreistigkeit, die Halle zu beheizen. Seit Jahren ist man daran gewohnt, dass es in der Halle kälter ist als draußen und zieht sich entsprechend an oder trinkt die Differenz, die fehlt. Doch all dies fehlte dieses Jahr. Nun mag der ein oder andere widersprechen. Doch ein Punk im Pott besteht nun mal aus vier Faktoren: viele Irokesen, gute Punkbands, viel Alkohol und einer kalten Location. Und das ist auch gut so.

Auf zum Fest!

Sicherlich freuen sich alle von euch schon tierisch auf das anstehende Weihnachtsfest! Lecker essen, gemütlich trinken, besinnlich feiern… Doch die wahre Party des Jahres steht ja erst noch an! In zehn Tagen startet das elfte Punk ik Pott. Nachdem im letzten Jahr eine Exillokalität in Berlin ausgesucht werden musste, ist es in diesem Jahr endlich wieder zurück in seiner Heimat, dem Ruhrpott. Genauer gesagt in den Oberhausener Turbinenhallen. Für mächtig Spaß ist garantiert. Nicht umsonst organisierte Alex Schwers so ruhmhafte Namen wie Knochenfabrik, die Kassierer, Eisenpimmel, Lokalmatador, Dritte Wahl, Betontod, Rantanplan und viele mehr, die allesamt auf dem weihnachtlich-grünen Flyer zu entdecken sind. Also kratz dein letztes Geld zusammen oder schnor die fehlenden Cents in den Einkaufspassagen deiner Stadt. Denn dieses Fest steigt nach dem Fest!

Old Styles Best in Bochum | Dezember 2009

So, Fö gibt mir Nachmittags bescheid das die Ruhrpott-Punkrock-Jukebox-Nr.1 für lau im Intershop spielen. Sehr gut! Bierchen eingepackt und mit Basti inne UBahn richtung Bochum. Am Bahnhog treffen wa dann auf den Fö und begeben uns Richtung Freibeuter un Mexikaner zu trinken. Wat muss dat muss!
So kommen wir dann auch pünktlich zu beginn an. Bierchen is auch relativ schnell da. Schön! Old Styles Best machen ihrem Ruf alle Ehre und erfreuen jedes Herz mit Hits wie „Young until I die“ „Computerstaat“ und „Yankees raus“, am schluss erkenne ich sogar noch Razzia und die Toten Hosen. Ziemlich viel Deutschpunk, aber egal. Mit den Hives wird auch noch was mordernes geboten.
Alles in allem super Set! Applaus und nachhaus!

The Ulf 12/09

K.I.Z. in Dortmund | November 2009

Yeah, K.I.Z. in Dortmund. Beste Band in der bestens Stadt! Die Karte hängt natürlich schon artig 6 Wochen vorher am Kühlschrank. Bin halt ein verdammter Profi!
Vorher bei Hempe vorglühen und dabei die DVD abfeiern. Vorbereitung ist halt alles! Aufm Weg zu FZW noch kurz in Café Banane vorbei schauen. Noch ein Potts aufn Weg. Kiki treffen. Dann erstmal warten. Nach 5 Minuten haben wir aber keinen Bock mehr bei dem gewöhnlichen Pöbel in der Schlange zu stehen und stellen uns einfach direkt vorne an. Klappt sogar! Verdammte möchtegern Gangster! Heute für ein K.I.Z. Konzert auch verdammt viele Hip Hopper da. Naja, zumindest den ein oder anderen Irokesen sieht man aufblitzen. Asselfaktor ist halt wichtig. Auch für so einen Band wie K.I.Z.. Drinnen erstmal Bierchen holen und Hille mobben.
Tony D fängt an. Wo sind die Gegner? Die Securtity ist heute besonders aufmerksam. Einmal an der Zigarette gezogen, schon wird man in den Biergarten geschickt. Von Bierbänken und na freundlichen Kellnerin ist abe rnix zusehen. Was ne verarsche!
Nach na kurzen Pause mit Film geht es auch direkt los. „Selbstjustiz“! Komischerweise ohne Richterperücken. Naja, was soll ich erzählen? Immer dasselbe. Viele, fast schon zu viele, Lieder vom neuen Album. Dafür falles irgendwann Geldscheine vond er Decke. Ich denke bei „Geld essen“ war das. Ich fang sogar einen weil ich dachte das soll ein Ausgleich für die mittlerweile fast unverschämten Eintrittspreise sein. War aber leider Falschgeld, habe ich dann dirket an die Kripo weiter gegeben. Ganz groß war dann „Hurensohn“ auf der Musik von „Hard Knocked Life“. Wegen sowas bin ich hier! War aber leider auch das einzige richtige Highlight. Am Schluss nochmal „Neuruppin“, leider ohne Akustik Gitarre.
Danach noch lurz inne Tankstelle und ab nach Hause.

The Ulf 11/09

Pascow | Oktober 2009 in Düsseldorf

Ah, endlich mal wieder Pascow Live!
Vorher muss ich noch kurz nach Bochum ein paar Zeilen für die neue Besudelt mit Stuhl Platte einsingen. Dazu ein bisschen Bier und Strohrum, so treffe ich dann gut angeheitert auf Fö, Kiki und Sandra. Die lange Fahrt vertreiben wir uns damit Bier zutrinken und das ganze Abteil mit unseren Philosophien über Gott und die Welt. Dabei stellen wir interessante Verbindungen fest. Zum Beispiel den Zusammenhang zwischen Piloten und Flanellhemden.
Naja, irgendwan kommen wir dann auch an. Netter Laden, nur bisschen links. Überall Plakate und Poster, und Altbier. Würg.
Ne Vorband gibt es auch. NiveaulosGut hießen die glaub ich. Waren aber weder Niveaulos noch Gut, sonder einfach nur Scheiße!
Nach ein paar Bier kommen dann auch Pascow. Yeah! Von 0 auf 100. Besser geht es nicht. Der ganze Saal tobt. Spielen natürlich nur Hits. Geht ja auch nicht anders. Ich glaub ein neues Lied hatten sie auch dabei. Leider ist das Konzert nur viel zu schnell vorbei. Gibt wohl irgendeinen Nachbarn der was dagegen hat wenn Leute sich Taxen rufen. Dabei sind wir doch extra mit der Bahn angereist. Das soll jez noch einer verstehen.
Naja, gibt aber wichtigere Dinge. Zum Beispiel saufen. Das mache ich dann auch mit Gesa im Pitcher. Whiskey Cola 5,50 Euro. Oha. Dann doch lieber zur WG der Veranstalterin. Mit knapp 50 anderen leuten und 15 Kisten Bier. Super! Wicküler! Ich krall mir aber lieber ne Flasche Rum. Hannah ist auch da. Schon ewig nciht mehr gesehen. Irgendwann wache ich dann im Zug auf. Ganz alleine! In Hamm!
Na dann gute Nacht!

The Ulf 10/09

Zombie 09

Story:
Dr. Bert, ein weltberühmter Chef einer Klinik für Geschlechtsumwandlungen, reist zusammen mit seinem Freund und Kollegen Doktor Okamoto nach Helgoland, um sich dort den Schatten seines verkorksten Lebens zu stellen.

Kritik:
Einfach nur geil! Ich hätte nie gedacht das ein Film gut sein kann obwohl Bild und Ton überhaupt garnicht zusammen passen.
Wer den Film nicht gesehen hat ist selber schuld!
Bald zu bestellen auf www.sonderfilm.de

„Es wir mal wieder Zeit für einen Krieg in diesem Land“
(Dr. Bert, aka Bert Pitt 2009)

The Ulf 10/09

Vs. Rome | Oktober 2009 in Dortmund

Scheiß Arbeit! Wird mal wieder Zeit für ein Konzert!
In Dortmund is heute erstes Konzert von Vs. Rome. Mit Videoclip Premiere. Oha! Da haben aber welche aufgefahren.
Paar Bier vom Kisok, dann treffen auch Fö, Chrissi und Katja (oder Kathrin? oder Katharina? jedenfalls irgendwat mit K.!) ein.
Scheiße ist das voll hier. Videoclip spar ich mir. Läuft auch hinterher die ganze Zeit wärend des Konzertes. Irgendson Emozeugs mit Klebeband auf dem Mund und überall und alle kucken ganz traurig. Nicht mein Fall! Das Konzert ist so naja. Für Emo ganz ok. Auch wenn es sich Alternativ nennt. Wieso gibt eigendlich keine Emoband zu das sie Emo machen und nennen das immer anders. Kein Selbstvertrauen? Angst vor Mobbing? Phil verstehste den Witz? Anders!
Naja, einmal gesehen. Ganz nett, aber sonst auch nix.
Noch nen paar Bier und nen Magarita, dann geht es ab nach Hause.

The Ulf 10/09

Olgas Rock 2009 | Tag 2

Tja, das kommt davon wenn man nur Arbeitslose und Studenten im Freundeskreis hat. Alle lungern auf irgendwelchen scheiß Festivals rum weil sie noch immer nicht beriffen haben das man auch zuhause super saufen kann. Heut sauf ich aber auch nit zuhaus, sonder fahre nach Oberhausen. Denn da spielen Mofa! Pflichttermin!
Irgendwann gegen 16h mach ich mich auf den Weg. 3-4 Wegbier, dann ist die Bahnfahrt auch erträglicher. Den Einlass haben sie dieses Jahr irgendwie anderes gebaut. Früher konnt man diekt an der Brücke in den Park rein, heute muss man einmal komplett rumlaufen. Sone Scheiße! Ich will Konzert kucken und keinen Marathon laufen!
Als ich ankommen spielt auch schon eine Band. Sixxxten auch Hambrug, was sie merhmals erwähnen. Ich hol mir aber besser erstmal ein Bier. 0,4l für 3 Euro, akzeptabel! Band spielt ansich coolen Rock´nRoll. Geile Solos! Nicht viel zu beklagen. Auch an den ehr unpassenden Deutschen Gesang gewöhnt man sich recht schnell. Der Sänger erzählt in jeder Ansage mehrmals das er aus St. Pauli kommt. Ich denk zwar ncith das man mit sowas rumerzählen sollte. Aber muss er ja wissen. Ich würds lieber für mich behalten wenn cih daher käme. Auch ein paar lustige Geschichten aht er auf Lager, zum Beispiel von ein Paar Kinder die anstatt Fussballbildchen Pornohefte an einem Rastplatz getauscht haben. Soweiso sehr redefreudig die Band. Gefällt mir! Ne Platte würd ich mir aber trotzdem nicht kaufen. Sehr störend war auch das der Gitarrist andauernd mit so eienr Art Keyboard Geräusche gemacht hat. Braucht keine Sau! Scheiß neuer Elektro Trend! Sterbt doch bitte alle!
Nach einer kurzen Úmbaupause kommen Mofa auf Bühne! Ganz großes Tennis aus Köln! Heute mit zur Bühne passenden riesigen Banner und natürlich wie immer in ihren sexy Tennistrikots. Waren wohl auch alle im Urlaub, denn sie präsentieren dem Publikum ihre Bräune. Spielen natürlcih alle ihre Hits. Vielleicht sollte ich mir mal ne Platte von dn Jungs zulegen, dann wüsste ich auch wie die Songs heißen. Immerhin kann ich schon ein paar mit singen. Von einem weiß ich sogar den Namen „Im Gras“. Hit! Wie alle Songs!
Also Konzeret besuchen und Platte kaufen!
Ich verkneife mir die Sondaschule und gehe noch ins Prater.

Prost!

The Ulf 08/09

K.I.Z. – Sexismus gegen Rechts

„Dein Hund kann den Hitlergruß, was kannst du?“ – Die Message des neuen Albums ist klar. Sexismus gegen Rechts erfährt bereits vor der Veröffentlichung hohe Erwartungen und – so viel kann hier schon gesagt werden – sie werden im ersten Moment nicht erfüllt. Zwar gibt es die gewohnten K.I.Z. Seitenhiebe a la „Ich sitze im Kettenkarussel und fange ein Drive-By an.“ und „Deine Frau hat keinen Führerschein, aber trotzdem nen Lappen.“, doch ist dieses Album ganz anders als das letzte. So sind die meisten Songs in einem Mid-Tempo gehalten oder sie  verweilen sogar richtig langsam. Nur wenige Lieder sind in höherer Geschwindigkeit eingespielt. Nachdem ich mich jedoch reingehört hab und nun bei meiner fünften oder sechsten Runde sitze, gefallen mir die Songs und das ganze Album immer besser. Hits sind definitv die Single Einritt und die Songs Lass die Sau raus, Klopapier und Halbstark. Vermutlich werden die auch diejenigen, die im Endeffekt veröffentlicht werden. Textlich am amüsantesten dürfte für viele der Straight Outta Kärnten und Ringelpiez mit Anscheißen sein. Ersterer beschäftigt sich mit dem im letzten Jahr verstorbenen österreichischen Rechtspopulisten Jörg Haider und zweiterer mit den Schwierigkeiten, die bei der Kombination von Sex und Kacke so auftauchen können. Hervorzuheben ist das Halbstark2, welches einen wunderbaren Surf-Groove hat und einen gedanklich direkt auf die Kirmes am Meer bringt. Interessant ist auch der Song Das System mit Sido, in dem sich alle vier Rapper darüber beschweren, wie klein ihre Penisse sind sowie der Opener Rohmilchkäse, in dem Maxim als Franzose über die barbarischen Deutschen ablästert. Dennoch hätte im Vergleich zu den anderen Alben ein aggressiver Eröffnungssong der Platte gut getan. So dauert es eine Weile, bis endlich Fahrt in die Sache kommt.

Insgesamt ist das Album für Fans ein Muss, aber ob damit auch neue Menschen begeistert werden bleibt fraglich. Die Single Einritt reiht sich zwar nahtlos in das Vorgängeralbum ein, doch die anderen Songs gehen in eine völlig neue Richtung. Vermutlich ist das aber genau das Reizvolle, was diese Band ausmacht. Sie gehen einfach mal den indirekten Weg und machen etwas völlig anderes, als weiter im gleichen Fahrwasser zu bleiben. Inzwischen finde ich das Album ja ziemlich gut…

Wertung: pilz1pilz1pilz1pilz1pilz2

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