Was ein Abend. Zwar konnte ich mich schon letzte Woche von dem Können der vier Überflieger aus der Hauptstadt überzeugen, doch trotz allem ist die Vorfreude riesig. Wir treffen uns rechtzeitig bei mir, trinken ein oder vier Bier und machen uns dann zu Fuß auf den Weg zur Pilgerstädte des Tages – der Lagerhalle. Hier wird einem ansonsten eher kulturell Anspruchvolles geboten. Aber das hier wird vermutlich mehr Kultur wiedergeben, als alles vorher dagewesene.
Da wir tatsächlich rechtzeitig ankommen gibt es erst einmal Tua zu Begutachten. Ein junger Mann mit kurzen Haaren wird am DJ-Pult begleitet von einem anderen Typen, der singt wie Xavier Naidoo. Zum Glück hat der nicht viele Parts. Doch was jetzt schon abgeht ist unglaublich. Der besseren Sicht wegen haben wir uns kurz hinter dem Mischpult positioniert, welches den Raum genau in der Mitte in einen Bereich vorne und einen hinten teilt. Gute Sicht – trotzdem Stimmung. Läuft. Und von dieser Position nun sehen wir, wie vorne alle Menschen mitsingen, feiern und einfach gute Laune haben.
Nach einer kurzen Pause kommt Imbiss Bronko mit seinem markanten hämischen Lachen auf die Bühne und eröffnet seine Darbietung mit „Bronko mach das Fett warm“. Ein Riesenhit. Allgemein ist das ganz großes Kino, was einem geboten wird. Nur Texte über die liebste Beschäftigung eines Mannes, dem Grillen. Na gut. Manchmal wird auch was von Frauen erwähnt. Aber das bleibt nebensächlich. Hinter diesem Projekt steht im Übrigen King Orgasmus One. Bitte schaut euch die TV Diskussion zwischen ihm und Alice Schwarzer auf YoutTube an. Zum Wegwerfen.
Nach einer kurzen Durchsage, dass doch bitte alle ihre Zigaretten ausmachen sollen und der Verantwortliche als Hurensohn besungen wird steht auch tatsächlich der Hautpact auf der Bühne. Show und Reihenfolge sind zwar bekannt, aber dennoch macht es einfach unglaublich viel Spaß. Die Leute hüpfen, singen, feiern noch mehr und haben den Spaß ihres Lebens. Mitten in der Pogomenge vorne schauen Iro-Punker, Metal-Mähnen und HipHop-Glatzen aus dem Meer an sich bewegenden Lebewesen. Leider fehlt die Videoshow, da hinter der Bühne einfach nicht genug Platz ist. Aber die üblichen Spielchen werden dennoch gemacht: Pogen. Läuft. Wall of Death. Läuft. Zugabe. Läuft. Alle Leute glücklich. Läuft.
Nach der Show sitzen wir noch bei einem Weizen zusammen und meine weiblichen Begleitungen lassen es sich nicht nehmen, noch Fotos mit Tarek und Maxim machen zu können. Wunderbar. Nun sind alle zufrieden. „Und der MAxim riecht so gut“
Das hat aber gedauert!